Zu wenig bestellt heißt nachbestellen – und nachbestellte Fliesen kommen oft aus einem anderen Brand mit leicht abweichendem Farbton. Deshalb lieber einmal richtig rechnen.
Schritt 1: Die reine Fläche
Länge mal Breite, für jeden Raumteil einzeln. Türnischen und Erker gehören dazu. Große Aussparungen – eine bodentiefe Dusche, ein fest eingebauter Schrank – ziehen Sie ab. Kleine Aussparungen unter einem halben Quadratmeter rechnen Sie besser mit: Der Zuschnitt drumherum kostet ohnehin Material.
Schritt 2: Der Verschnitt
- Gerade Verlegung, rechteckiger Raum: etwa 10 Prozent.
- Diagonale Verlegung: 15 bis 20 Prozent. Jede Randfliese wird zweimal geschnitten.
- Großformate ab 120 cm: eher 15 Prozent. Ein Fehlschnitt kostet hier eine ganze Platte.
- Verwinkelte Räume, viele Ecken: aufschlagen, nicht abziehen.
Schritt 3: Die Reserve
Legen Sie ein bis zwei Quadratmeter zusätzlich beiseite. Nicht für den Einbau, sondern für später: Wenn in fünf Jahren eine Fliese durch einen heruntergefallenen Topf springt, ist die Serie längst ausgelaufen. Ein Karton im Keller ist die günstigste Versicherung, die es gibt.
Was leicht vergessen wird
- Sockelleisten – gerechnet in laufenden Metern entlang der Wände, abzüglich Türöffnungen.
- Kleber, Fuge, Profile – der Verbrauch hängt von Format und Untergrund ab. Großformate brauchen deutlich mehr Kleber als 30 × 60.
- Wand und Boden getrennt – auch wenn die Serie dieselbe ist, unterscheiden sich Format und Menge.
Bringen Sie den Grundriss mit
Mit einem Grundriss oder einem Foto mit Maßen rechnen wir den Bedarf im Gespräch gemeinsam durch – inklusive Zubehör und abgestimmt auf Ihren Bautermin. Das dauert zehn Minuten und erspart die Nachbestellung.